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Klinikum in den Pfeifferschen Stiftungen hat Geriatrie mit Qualitätssiegel

Im Fokus: die Autonomie betagter Patienten zu erhalten

Nach 2015 hat die Klinik für Geriatrie in den Pfeifferschen Stiftungen im Februar des Jahres 2018 die Re-Zertifizierung für das Qualitätssiegel Geriatrie des Bundesfachverbandes erfolgreich bestanden. Das Siegel für Akuteinrichtungen bescheinigt Patienten und Angehörigen eine qualitätsorientierte geriatrische Versorgung. Darauf sind die Mitarbeiter des Klinikums stolz. Denn die Alterspyramide steht Kopf. Noch vor hundert Jahren waren Kinder der zahlenmäßig bedeutendste Anteil der Bevölkerung. Heute sind es die über 60-Jährigen. Demzufolge wandeln sich auch die gesundheitlichen Beschwerden und Erkrankungen der Menschen. Die Geriatrie, die Altersheilkunde, trägt der Entwicklung Rechnung.
„Unser Ziel ist es, die Autonomie unserer Patienten zu erhalten oder so weit wie möglich wiederherzustellen“, sagt Dr. Gernot Heusinger von Waldegg, seit 2007 Chefarzt der Klinik für Geriatrie und Leiter des Geriatriezentrums des Kliniums in den Pfeifferschen Stiftungen. „Dazu erfassen wir neben den klinischen Daten in einem geriatrischen Assessment regelmäßig auch die kognitiven und motorischen Fähigkeiten und richten daran die Therapie aus.“ Die Patienten kommen zum Beispiel zur Neueinstellung der Medikamente oder zur Frührehabilitation nach der operativen Versorgung von Brüchen in die Klinik. Oft müssen die Geriater weitere Erkrankungen diagnostizieren. Ältere und multimorbide Patienten, die wegen Akuterkrankungen – wie Schlaganfälle, Stürze, große Bauch-Operationen, Herzinfarkt und Infektionen – oder nach einer Langzeit-Beatmung in Pfeiffers Klinik für Geriatrie behandelt werden, werden nach einem abgestimmten altersmedizinischen Behandlungskonzept betreut. Es beinhalte die multiprofessionelle Zusammenarbeit, so Dr. Heusinger von Waldegg weiter.

Das geriatrische Team berate individuell über jeden Patienten und lege das therapeutische Programm fest. „Dazu gehört neben der Behandlung der Akuterkrankung, die zum Krankenhausaufenthalt führte, die aktivierende Pflege, die den Patienten höchstmöglich beteiligt. Außerdem rehabilitative Maßnahmen der Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie, um Ausdauer, Belastbarkeit und allgemeine Muskelkraft zu verbessern und damit Mobilität zu erhalten.“

Tobias Bruckhaus, Geschäftsführer des Klinikums in den Pfeifferschen Stiftungen, listet auf, was für das neue Qualitätssiegel in der Klinik für Geriatrie besonders positiv aufgefallen ist: Erstens der Aufbau und die Qualifikation des ärztlichen und pflegerischen Teams sowie die konstante Besetzung der Mitarbeiter; eine niedrige Fluktuation im Bereich der Geriatrie gilt heutzutage schon als Novum. Zweitens die Umsetzung der elektronische Patientenakten. Und drittens die Besprechungskultur in der Klinik, inklusive der Visiten.

2017 gab es 490 geriatrische frührehabilitative Komplexbehandlungen mit mindestens 14 Behandlungstagen und 20 Therapieeinheiten, 144 mit mindestens 21 Behandlungstagen und 30 Therapieeinheiten und 136 mit mindestens sieben Behandlungstagen und 10 Therapieeinheiten. Für die Zertifizierung hat das interdisziplinäre Team die Abläufe in der Abteilung mit- und aufeinander abgestimmt und standardisiert.

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