© Michael Uhlmann

Radiologie

In der Radiologischen Abteilung führen wir ein breites Spektrum an bildgebenden Untersuchungen durch. Die Leistungen orientieren sich an den Kliniken der Pfeifferschen Stiftungen und umfassen vor allem Untersuchungen der Thoraxorgane, des Abdomen, Knochenuntersuchungen, Durchleuchtungen und Computertomographien. Die Abteilung ist mit modernen Diagnostikgeräten ausgestattet, die ein effizientes Arbeiten erlauben.

Durch ein gemeinsames Krankenhaus- und Radiologieinformationssystem (KIS, RIS) sind die radiologischen Abteilungen beider Häuser der Pfeifferschen Stiftungen miteinander verbunden.

Mehrzeilen - Computertomographie

  • sämtliche Körperregionen einschließlich mehrdimensionale Rekonstruktionen
  • Niedrigdosisuntersuchungen
  • virtuelle Endoskopie (virtuelle Koloskopie)
  • Gefäßdarstellung
  • CT gestützte minimal-invasive Eingriffe (Biopsie, Drainage)

Konventionelle Röntgendiagnostik

  • standardisierte Projektionsdarstellung sämtlicher Regionen in Speicherfolientechnik
  • Durchleuchtungsverfahren z.B. Magen-Darm-Untersuchungen, Gefäßdarstellungen

RIS/PACS

  • digitale Erstellung und Speicherung von Bildern, Patientendaten und Befunden
  • einheitliche Arbeitsumgebung und effiziente Arbeitsabläufe mit vielen Möglichkeiten der Bildnachverarbeitung

Unsere Patienten können Ihre Bilddaten auf CD zur Weiterbehandlung mitnehmen.

Lungenkrebsvorsorge

Raucher haben ein deutlich höheres Risiko an Lungenkrebs zu erkranken. Mit einer Niedrigdosis-Computertomographie kann der Radiologe einen kleinen, oft noch symptomlosen Krebs der Lunge deutlich besser und früher erkennen als mit konventionellen Röntgenaufnahmen der Lunge.
Auch chronische Schädigungen der Lunge durch das Rauchen, wie das Lungenemphysem, werden dabei erfasst. Die Methode erfolgt mit einer deutlich geringeren Strahlendosis.

Die Untersuchung erfolgt in einer Atemanhaltephase. Dabei wird die gesamte Lunge in einem lückenlosen CT-Datensatz aufgenommen. Eine Kontrastmittelgabe erfolgt in der Regel nicht.

Wir führen die Lungenkrebsvorsorge in der Lungenklinik Lostau und im Klinikum der Pfeifferschen Stiftungen durch. Diese Untersuchung ist keine Leistung der gesetzlichen Krankenkasse. Falls Sie weitere Informationen oder einen Termin wünschen, melden Sie sich telefonisch in der Radiologie.

Ambulante Untersuchungen

Es besteht täglich die Möglichkeit, Privatpatienten zu untersuchen (Überweisungsschein, z.B. für CT).

Computertomographie

Computertomograph

Die Computertomographie (CT) ist ein Röntgenverfahren.
Die modernen Computertomographen sind in der Lage, mehrere Schichten des Körpers gleichzeitig zu untersuchen und die Bilder in Sekunden zu berechnen. Zugleich lassen sich Bilder in 3-D berechnen, womit neue Bildeindrücke gegeben sind.

Die CT bietet in allen Bereichen ihrer Anwendung im Vergleich zur herkömmlichen Röntgenaufnahme eine erheblich höhere Aussagekraft. Dabei muss der höhere diagnostische Zugewinn mit einer höheren Strahlenexposition erkauft werden. Durch die moderne Technik wird bei dem Gerät nur die notwendige Menge an Röntgenstrahlung zur Erzeugung eines aussagekräftigen Bildes verwendet. Einige Untersuchungen können mit erheblich reduzierter Dosis angefertigt werden, z.B. CT der Nasennebenhöhlen. Die gemessenen Dosiswerte werden protokolliert.

Patienten mit Platzangst können sich den großen und hellen Untersuchungsraum vorher ansehen. Die modernen Geräte haben eine sehr weite Öffnung (Ring), so dass in der Regel kein Grund für eine Platzangst bei dieser Untersuchung bestehen sollte.

Kontrastmittel

Für die meisten computertomographischen Untersuchungen ist es sinnvoll Kontrastmittel zu verwenden. Durch das Kontrastmittel werden die Blutgefäße kontrastiert, um besser abgegrenzt zu werden. Tumoren und Entzündungen zeigen eine vermehrte Kontrastmittelanreicherung, so dass die Strukturen ebenfalls zuverlässig erkannt werden können und gegenüber gesundem Gewebe abgegrenzt werden.

Bei CT Untersuchungen des Abdomen erhält der Patient über einen längeren Zeitraum flüssiges Kontrastmittel zu trinken, um die Darmschlingen besser beurteilen und vom umgebenen Gewebe differenzieren zu können.

Wegen der sehr guten Verträglichkeit von Röntgenkontrastmittel ist Nüchternheit nicht mehr grundsätzlich erforderlich. Lediglich bei Untersuchungen des Magen-Darm-Traktes, bei denen aus diagnostischen Gründen das Organ nicht mit Speiseresten gefüllt werden sollte, ist die Untersuchung nüchtern notwendig.

Mögliche Komplikationen von Kontrastmittel

Die Applikation von jodhaltigem Kontrastmittel ist heute mit einem hohen Grad an Sicherheit möglich.
Gelegentlich auftretendes Wärmegefühl während der Injektion oder ein bitterer Geschmack im Mund sind "normale" Reaktionen und klingen schnell ab.

Grundsätzlich, aber extrem selten, können Nebenwirkungen im Sinne allergoider Reaktionen auftreten. Die Nebenwirkungen können sich mit Übelkeit und Erbrechen unmittelbar bei oder nach der Injektion bemerkbar machen. Atemnot und Kreislaufreaktion sind eine extreme Seltenheit, müssen aber ggf. mit intensivmedizinischen Maßnahmen behandelt werden.
Späte Kontrastmittelreaktionen können Juckreiz und Hautausschlag sein.

Wichtige unerwünschte Wirkungen jodhaltiger Kontrastmittel sind:

  • kontrastmittelinduzierte Niereninsuffizienz
  • jodinduzierte Hyperthyreose

Zur einfachen Risikoabschätzung wird die Bestimmung des Serum-Kreatinins und des TSH-Wertes als ausreichend betrachtet und der Patient nach entsprechenden Krankheiten befragt.
Ist eine Unverträglichkeitsreaktion bei Verwendung des i.v. Kontrastmittels zu erwarten, führen wir die Untersuchung, sofern sie noch sinnvoll ist, ohne i.v. Kontrastmittelgabe durch. Die Kontrastmittelgabe unterbleibt auch bei schwerer Nierenfunktionsstörung und bei Einnahme von bestimmten Diabetesmedikamenten (metforminhaltig).

Metformin
Gemäß Rote Liste finden sich für Biguanid-Derivate (dazu gehört Metformin) Informationen, dass die Behandlung 48 Stunden vor der geplanten i.v. Kontrastmittelgabe abgesetzt werden muss und erst 2 Tage nach der Untersuchung fortgesetzt werden soll.
Bei Diabetikern mit Metformin-Therapie und reduzierter Nierenfunktion sind ein erhöhtes Risiko einer Laktazidose durch Verminderung der renalen Ausscheidung beschrieben worden.

Hyperthyreose
Bei auffälligen Schilddrüsenwerten empfehlen wir, im Vorfeld der Untersuchung mit uns Kontakt aufzunehmen.
Meist reicht schon eine vorübergehende Schilddrüsenblockade mit Perchlorat.

Leitung

Dr. med. Kathrin Ludwig

Chefärztin

Dr. med. Kathrin Ludwig

Fachärztin für Diagnostische Radiologie

Telefon
0391 / 8505 - 9605
Weiterbildungs­er­mäch­ti­gungen
  • Radiologie (Zeitlicher Umfang: 18 Monate)

Kontaktdetails

Dr. med. Kerstin Bohse

Oberärztin

Dr. med. Kerstin Bohse

Fachärztin für Radiologische Diagnostik

Telefon
0391 / 8505 - 9630

Kontaktdetails

Sekretariat

Telefon
039222 / 8 - 1253